Barfuß durch Scherben.

Augen zu und das Buch aufgeschlagen. Die Gedanken, die dir in deinen Kopf fahren schreibst du auf. Wort für Wort. Ganz frei und ohne Hemmungen. Bist dir sicher. Führst den Stift. Setzt an. Ziehst die Linien und setzt wieder ab. Nickst für dich und machst weiter. Wort für Wort.

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Lippen auf dem Boden.

Die letzten Sekunden werden gezählt. Ein ganzes Jahr ist vorbei. Es gibt Leute die vergessen wie es ist 25 Jahre alt zu sein, wenn die Uhr 00:00:01 schlägt und die 26 hinter dem Namen steht. Wenn alle singen und feiern und klatschen und stampfen und dich umarmen und auf dich anstoßen und deinen Namen rufen. Irgendwie freust du dich. Und irgendwie auch nicht. Glücklich und gleichzeitig traurig. Versuchst immer noch herauszufinden wie das eigentlich sein kann. Du stehst da und grinst. Am liebsten würdest du aber neben dir stehen und gehen. Zu dem Menschen den du liebst. Zu diesem einen. Der nicht da ist. Es ist die Art von schön, die sich selbst nicht so sieht. Die dich so fasziniert. Wie Sie Dinge sieht und versteht. Hand in Hand ins Wasser springen. Die Luft anhalten. Große Augen und noch viel, viel größere Wangen. Unter der Wasseroberfläche regnet es nie. Dort ist bestimmt immer Sommer. Und den holt ihr euch einfach immer wieder. Wenn Sie sehen könnte was in deinem Kopf vor sich geht. Welche Worte du aus bunten Legosteinen zusammenbastelst und stapelst. Aneinander stellst. Umtrittst. Und wieder von vorne anfängst. Gelb zu schwarz und rot zu grün. Blau mit weiß und braun zu grau. Du schwörst bei deinem Namen und bei allem was dir heilig ist – nicht zu vergessen. Nie. Nie auch nur eine gemeinsame Sekunde. Manchmal gelingt dir das nicht und du schämst dich dafür. Würdest dann am liebsten die Zeit zurückdrehen um alles nochmal zu fühlen. Du wirst es nicht ganz aufhalten können. Du wirst dir nicht alles merken können. Nicht immer alles vor deinen Augen haben. Du willst nicht vergessen. Ich weiß. Und am Ende wird es dir auch gelingen. Auch das weiß ich. Du wirst deine wunderbaren Gedanken bei dir haben. Auch wenn du irgendwann 27, 39, 54 oder 83 Jahre alt bist. Bei jedem weiteren Klick einer Sekunde. Mit jedem Tag an dem du älter wirst. 00:00:00 auf 00:00:01 – vermisst du Sie noch mehr als du es gestern schon tatest.

In Abschnitten.

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‘Everything’ hatte schon immer eine große Bedeutung für mich.

Ich will nicht. Und. Mein Herz ist schwer. 1000 Kilogramm und mehr. Ich bin schwer. Die Schultern und der Kopf. Mir fällt es schwer. Schwer zu verstehen – warum es so ist. Ich will nicht.

Ich werde dich anrufen, wenn du an mich denkst.

Ich bin schon Nächte mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren und habe versucht neue Orte für mich zu entdecken. Auf der Suche nach neuen Lieblingsplätzen. Oft habe ich mich dabei alleine gefühlt. Einiges zu geben. Immer alles. Ich bin einfach hier. Hätte dir noch soviel zu erzählen. Wenn ich zurückblicke. Wenn ich mich sehe. Halbtransparent. Ein Geist mit Haut. Im Sonnenlicht fast ganz verschwunden. Unterwegs mit dem was ich dachte. Wie ich an manchen Orten lachte. Und manchmal stillschweigend die Straßen auf und ab lief. Zweifel und Unglück. Aber es war nie das ganze Ende. Das liegt irgendwo hinter einem Hügel. Dazwischen Wiesen, Bäume, Gräben, Flüsse und brachliegende Acker. Da bin ich nur noch nicht und erst auf halber Strecke. Mir brennen jetzt schon die Fußsohlen. Vergeht die eine Minute, klickt schon die nächste Stunde an. Auf der Schulter. Im Kopf. Oder doch einfach nur auf der Uhr. Sie kommt, wenn du nicht mehr gehen kannst. Ich halt da manchmal nicht mehr mit. Und bleibe stehen. Alle anderen gehen nur weiter. Mancher Freund. Mancher Feind. Weiter und fort. Mit jeder Drehung ein Stirnrunzeln. Mit jedem Schritt ein tiefes einatmen. Dankbarkeit ist das Zeichen einer edlen Seele. Behalte dir deine sage ich mir oft. Es fällt mir schwer. Du bist geblieben. Nicht wie die anderen. Zwischen dir an meiner Seite, ist der Wunsch das du auch jetzt bleibst. Ist der Wunsch dich zu küssen. Ist der Wunsch mich selbst zu finden. Das kann ich neben dir. Aber hinter der nächsten Ecke, an der großen Wand steht die Angst. Davor was bleibt – und was alles verloren geht mit der Zeit. Es kommt kein Frühling mehr. Und auch kein Sommer. Es ist nicht immer leicht frei zu sein. Ja, ich weiß.

Good Thinker.

Wenn ich ein Seefahrer wäre, so mit richtig lang gewachsenem Bart, karierten Hemden und schlechten Tattoos. Ich würde dich auf meinem Boot mitnehmen. Mit vier Knoten langsam aus dem Hafen fahren. Vorbei an den anderen großen Schiffen und hinaus in den oben und unten blau eingefärbten Horizont. Soweit bis irgendwann eine fremde Küste oder ein fremder Hafen unseren Anker ruft. Und wenn du nicht von Beginn an dabei bist und ich alleine durch Wellen kreuze, dann warte einfach dort, wo du meinst auf mich warten zu können. Ich finde dich. Ich hole dich. Wenn das dumpfe Geräusch des Horns ertönt, dann erkennst du mich als kleinen schwarzen Fleck. Dann bin ich bald da. Wenn ich ein Flugzeug hätte oder wie Peter Pan fliegen könnte. Du dürftest mir jeden Tag ins Ohr flüstern wohin du als nächstes möchtest. Ganz gleich ob Nord, Süd, Ost oder West. Wir klappern jeden Leuchtturm ab. Besuchen alle verlorenen Jungs. Kämpfen mit Hook. Beschützen frisch geschlüpfte Cheloniidae-Jungtiere auf deren Weg zum Meer. Schwimmen in jedem See. Wir sitzen einsam auf dem Wolkenkratzer einer Millionenstadt und fliegen gegen den Uhrzeigersinn. Nach jeder Reise schenke ich dir einen Fingerhut. Könnte ich zeichnen, ja wenn ich es überhaupt nur ein bisschen könnte. Ich würde ein Bild von uns malen. Wie wir auf einer Landstraße Fahrrad fahren. Oder wie wir neben unseren Muskelmaschinen sitzen. Pause machen. Mit guten Sandwiches in der Hand. Einer Orangenlimonade mit einem grünen Knickstrohhalm zwischen uns. Die Sonne scheint von schräg links oben. Unsere Schatten würden sich kreuzen. Die Felder wären hoch und der Mais müsste bald geerntet werden. Wir würden einfach weiterfahren. Wenn ich reich wäre, würde ich dir jeden Tag Blumen kaufen. Oder einen Star Wars Comic. Bin ich aber nicht. Deshalb würde ich einfach die schönsten Blumen pflücken, die ich auf dem Weg zu dir finde. Zwischen Back- und Pflastersteinen. Von Wiesen und wilden Beeten. Ich würde auch zweimal um den Block laufen. Und wegen der Comics – dafür habe ich schon immer Geld beiseitegelegt. Ich teile gerne mit dir und vergiss dein schlechtes Gewissen. Am Ende bin ich nicht viel. Von allem vielleicht gerade mal ein bisschen. Ich kann weder fliegen – noch malen. Bin nicht reich und vom Seefahren habe ich nur sehr wenig Ahnung. Man arbeitet sein ganzes Leben daran aus Fehlern zu lernen. Am Ende bleibt man doch neugierig. Vielleicht eines Tages – falle ich in Einzelteile. Dann ist es auch gut so.

Weil wir noch schreiben.

Ich weiß nicht viel und werde nie alles wissen können. Will ich auch gar nicht. Dafür ist mein Kopf viel zu klein und meine Stirn zu flach. Macht keinen Sinn. Ich will es aber auch einfach nicht. Ich weiß – Menschen machen nie – was Sie am liebsten möchten. Ihre innigsten Wünsche bleiben oft unter den Schuhsohlen verborgen. Mit schwarzem Edding beschrieben. Von frischen schwarzen Buchstaben sind nur noch blasse Rückstände zu erkennen. Jetzt, nach den vielen Metern. Wovon Sie mal träumte. Oder er. Oder du. Oder ich. Mit jeder Sekunde könntest du stehen bleiben. Umdrehen und einfach in eine oder die andere Richtung gehen. Doch fast alle werden zertreten – neben den vielen Kaugummis. Für viele ist alles nur irgendwie. Und irgendwann. Für andere schon bald. Und möglich. Für manche eventuell. Und vielleicht. Für ganz wenige nie. Und nimmer. Dieses unaussprechbare Wort. Sage es nie – niemals. Niemals. Ich erinnere mich an dich. Jeden Tag. Dich um 04:00 Uhr Nachts anzurufen ist mein Wunsch. Davon träume ich. Jeden Tag. Leise in die Sprechmuschel flüstern – “lass uns gehen”. Die Taschen mit dem nötigsten Zeug packen. Schlüssel umdrehen und fahren. Bis zum nächsten Bahnhof. Bis zur nächsten Tankstelle. Oder bis uns die Lust daran vergeht und wir einfach bleiben wo wir gerade sind. “Home is where we are today.” Dürfte ich dich anrufen? Könnten wir uns unterhalten? Oder ist es vorbei? Schreiben wir uns mal wieder? Wir werden älter. Du bald. Ich danach. Ich habe Erinnerungen von dir in meinem Kopf. Sie sind wie Fotos. Manche voller Farben. Andere schwarz-weiß. Manche schon etwas verblasst. Andere strahlend und kräftig. Kein negativ. So ist mein Kopf. Von gemeinsamen Orten und Erzählungen. Manche so unfasslich nah. Andere so unfasslich fern. Mit anderen Menschen. 360° Grad Drehungen bis ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Bis ich nicht mehr links von rechts unterscheiden kann. Bis ich nicht mehr weiß wie ich heiße. Bis ich nicht mehr weiß wer ich bin. Bis ich mit meinem Kopf auf der Bordsteinkante aufschlage. Pause. Ich glaube dich manchmal zu verlieren – oder habe es schon. Ich weiß nicht viel. Aber ich erinnere mich jeden Tag dich. Ich vermisse dich. Mein Herz. Dir. Liebe. Allein.

Clarity.

The only voice i want to hear is yours.

Vieles wäre leichter. Wir bleiben dabei.

Vielleicht bin ich auch nur stehen geblieben und du hast dich einmal zu oft umgeschaut. Oder bist nur einen Schritt zurück. Gut möglich das du mich überholt hast. Wahrscheinlich bin ich wohl rückwärts gegangen und du hast auf einer Bank gesessen. Mh. Alles oder nichts. Ich muss damals links abgebogen sein. Und du wahrscheinlich rechts. Wie hätten wir sonst aufeinander treffen sollen? Uns gegenseitig im Wege stehen? Die Hände ganz kalt. Unsere Nasenspitzen auch. Dein Lächeln hat dich verraten als wir aufeinander zugingen. Es war bestimmt nie für mich gedacht. Ich habe es dennoch bis in die Mundwinkel genossen. Abgespeichtert. Nicht im Gehrin. Nein. Im Herzen. Dort wo wir unsere liebsten Melodien tragen. Wie im Traum. Den man am nächsten Morgen auch schon wieder vergessen hat. Dich aber nicht. So oft ich es versucht habe. So oft ich es mir vornahm. So oft ich es wollte und so viele Versuche die mich im Kreis gehen ließen. Ich brachte es nie übers Herz. Ich schaffte es nie diese Melodie zu vergessen. Nie mich von ihr zu trennen. Sie sitzt so tief in diesem pulsierenden Muskel. Und mit jedem Schlag feuert sie mich bis zum Mond. Auf die Spitze des grauen Nachbarns. Sitze ich. Kalt. Sehe wie ganze Landstriche, Wälder, Berge und Meere bestrahlt werden. Und irgendwo zwischen den Wolken steht ganz einsam ein rot-weißer Leuchtturm. Zwischen Felsbrocken und aufbrausenden Wellen. Das Feuer brennt. Der Schein dreht sich. Ich bin gleich da. Du lächelst und wärmst dir die Hände.

Regen. Sturm. Hafen.

Kein Baum. Kein Tiger. Kein Stein. Kein Mensch. Kein Wesen lebt ewig. Wenn zwei Menschen wahrhaftig gleichgestimmt sind. Ein Gefühl welches unerschüttert bleibt. Bei Sturm und starken Wogen.  Ein Stern für jeden der mit dem Puls nach vorne geht. Nach vorne lebt. Liebe ist kein Narr der Zeit. Wenn Tage vergehen. Wenn Wesen verblühen. Wenn alles geht und am Ende Nichts uns umgibt. Dann bleibt nur die Ewigkeit und ein Herz eines Sterns. So wie du eines hast.


Just minutes before I was on a mountain. I screamed "I can see all." The ground broke from the sound. It was all built on nothing!

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Young until I die und leben like live your heart and never follow!

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